Anlass zu einer tiefgreifenden Diskussion am 18. Juli 2008 unter Experten aus Forschung, Industrie, Theologie und Patentrecht waren u.a. folgende Entwicklungen:

Der Deutsche Bundestag hat im April 2008 die Novelle des Stammzellgesetzes, das die Forschung mit humanen embryonalen Stammzellen regelt, verabschiedet. Hierdurch wird der Import und die Verwendung von embryonalen Stammzellen ermöglicht, die vor dem 1. Mai 2007 erzeugt wurden. Das Bundespatentgericht hat in der „Brüstle-Entscheidung“ über die Patentfähigkeit von Verfahren entschieden, in denen embryonale Stammzellen verwendet werden. Der Großen Beschwerdekammer des Europäischen Patentamtes wurde die Frage zur Patentfähigkeit des „WARF-Verfahrens“ vorgelegt, das die Herstellung von embryonalen Stammzellen betrifft.

Unter den Gästen waren Richter (BPatG, EPA, LG, BGH), Ministerialräte BMJ, Patentanwalts-Kollegen sowie Vertreter aus Industrie, Kirchen und Umweltschutzorganisationen. Es wurden insbesondere folgende Fragestellungen behandelt: Chancen der Forschung mit embryonalen Stammzellen Rechtliche und patentrechtliche Situation in Deutschland und Europa Der Umgang mit embryonalen Stammzellen des Menschen aus theologischer und ethischer Sicht Stammzellforschung aus der Sicht der forschenden Pharmaindustrie.

Das Symposium wurde in einer Publikation dokumentiert.

Date
18.07.2008
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Location
BARDEHLE PAGENBERG
Prinzregentenplatz 7
81675 Munich
Conference Language
German