Pressemitteilung vom 28. März 2014

Sportbälle für Ballsportarten wie Fußball, Volleyball und Basketball werden traditionell durch manuelles Vernähen einzelner Paneele aus Leder oder Kunstleder hergestellt. Aufgrund der speziellen Form der Nähte weisen solche Bälle besonders gute aerodynamische Eigenschaften auf. Gemeinsam mit der Firma Molten hat adidas jedoch eine Technologie entwickelt, bei der die Paneele nicht mehr manuell vernäht werden müssen sondern direkt miteinander verklebt werden. Durch eine besondere Faltung der Ränder der Paneele kann dabei sichergestellt werden, dass der Ball einerseits hervorragende aerodynamische Eigenschaften aufweist und andererseits eine deutlich längere Lebensdauer hat.

Diese Entwicklung wird unter anderen durch das Europäische Patent EP 1 080 745 B1 geschützt, welches als ein Grundlagenpatent auf dem Gebiet verklebter Sportbälle bezeichnet werden darf. Beispielsweise wird der offizielle Turnierball für die Weltmeisterschaft 2014 mit der neuen Technologie hergestellt.

Gegen die Erteilung dieses Patents hat die Firma Mortex Limited Einspruch beim Europäischen Patentamt eingelegt. Die Einspruchsabteilung des Europäischen Patentamts hat jedoch mit ihrem Beschluss vom 14. April 2010 das Patent in leicht eingeschränkter Form aufrechterhalten. Mit der Entscheidung vom 26. März 2014 der Beschwerdekammer 3.2.04 des Europäischen Patentamts wurde diese Entscheidung bestätigt und die dagegen gerichtete Beschwerde der Einsprechenden in vollem Umfang zurückgewiesen.

Vertreter adidas AG / Molten Corporation:
BARDEHLE PAGENBERG (München):
Dr. Hans Wegner (Patentanwalt, Partner)
Dr. Christian Haupt (Patentanwalt, Partner)

Vertreter Mortex Limited.:
Müller Boré und Partner: Dr. Daniele Schiuma, Dieter Schaffner (beide Patentanwälte)

Europäisches Patentamt:
A. de Vries (Vorsitz), J. Wright, C. Heath

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